Datenschutz ist keine lästige Pflicht, sondern schützt die Bürgerinnen und Bürger davor, dass staatliche sowie private Datenkraken in schlicht unüberschaubarem Maß Informationen über sie zusammentragen – in Zeiten von Algorithmen, die automatisiert Entscheidungen über uns und unser Leben treffen, kann dies unvorhersehbare Konsequenzen haben. Das reicht von Filtern von Inhalten, die uns im Internet als für uns relevant angezeigt werden, bis über das Tracking unseres Konsumverhaltens.
Wir dürfen uns nicht digital entmündigen lassen: Jeder Einzelne von uns muss die Hoheit über den eigenen Lebenslauf behalten und in der Lage sein, aufgeklärt zu entscheiden, wem er welche Daten preisgibt. Deswegen fordere ich die Bundesregierung auf:

  • – Stärken Sie die Digitale Aufklärung! Zum Beispiel durch ein Schulfach Medienkompetenz und eine nachhaltige Finanzierung der Stiftung Datenschutz.
  • – Schaffen Sie den digitalen Sicherheitsgurt! Durch ein Recht auf Verschlüsselung kann Datendiebstahl nicht verhindert werden – aber es schützt die Menschen wie der Sicherheitsgurt im Auto vor zu großem Schaden.
  • – Erklären Sie IT-Sicherheit zur Priorität! Der Schutz der Privatsphäre fängt beim Schutz der IT-Systeme an – hier muss endlich ein Umdenken stattfinden.